Verleihung des Christa-Lorenz-ALS-Forschungspreises

Adulte Stamm- und Vorläuferzellen stellen einen neuen Behandlungsansatz für bislang unheilbare degenerative Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) dar. ALS betrifft überwiegend das motorische Nervensystem und führt zu rasch fortschreitendem Abbau und Schwäche der gesamten Willkürmuskulatur und schließlich zum Tod durch Atemlähmung. Das Fehlen jeglicher mehr als marginal wirksamer  Behandlungsmöglichkeiten rechtfertigt in besonderer Weise die rasche Translation neuer experimenteller Therapieverfahren in die klinische Prüfung.
Ziel aktueller zelltherapeutischer Ansätze bei ALS ist nicht der Ersatz zugrunde gegangener Nervenzellen sondern die Generation einer neuroprotektiven und damit das Überleben der Nervenzellen verlängernden Umgebung. Basierend auf vorausgehende in vitro und in vivo-Studien haben sich mesenchymale Stromazellen (MSC) als besonders vielversprechend für die weitere präklinische und klinische Evaluation herauskristallisiert.
In meiner Arbeitsguppe werden daher in Kooperation mit dem Institut für Zelltherapeutika der MHH (Prof. Dr. U, Köhl) MSC aus im Rahmen vorn Operationen anfallenden Knochenmark gesunder Spender isoliert, charakterisiert und in Zell- und Tiermodellen der ALS bezüglich ihrer nervenzellschützenden Eigenschaften und der zugrundeliegenden Mechanismen untersucht. Diese Daten sollen die Grundlage für die anschließende Entwicklung einer klinischen Studie bilden.

Mein Kontakt mit Frau Prof. Dr. med. Susanne Petri

Ich habe mich an Frau Prof. Dr. med. Susanne Petri gewendet nach dem ich von ihrem preis über die Forschung gelesen habe. Hier die Antwort bis wann voraussichtlich es auch an Menschen zur Anwendung kommen könnte.

Für eine verantwortungsvolle und ungefährliche Anwendung am Menschen brauchen wir vermutlich noch ein bis zwei Jahre, damit die Sicherheit gewährleistet und in Tierexperimente die am besten wirksame Art der Verabreichung der Zellen erprobt werden kann.

Mit besten Grüßen aus Hannover,

Susanne Petri

© 2014-2017 Jürgen Zöller

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