Medizinische Hochschule Hannover

Leitung:    Prof. Dr. med. Susanne Petri
                       Tel.: 0511-5323740
                       Email: petri.susanne@mh-hannover.de
Mitarbeiter:    PD Dr. med. Katja Kollewe
                       Dr. med. Susanne Abdulla
                       Dr. med. Klaus-Jan Rath
                       Dr. med. Sonja Körner
                       Dr. med. Sebastian Böselt
                       Maximilian Naujock (Neurobiologe)
                       Ekaterini Kefalakes (Biologin)
                       Dr. rer. nat. Nadine Thau (Biologin)
                       Christiane Hotopp-Hergesell (Medizinisch-technische Assistentin)
                       Carola Kassebaum (Medizinisch-technische Assistentin)
                       Chantal Fischer (Studienkoordinatorin)

Die Forschung unserer Arbeitsgruppe richtet sich darauf, die Ursachen der Krankheit besser zu verstehen. Hierzu untersuchen wir Gehirn- und Rückenmarksgewebe, das uns an ALS verstorbene Patienten und deren Familien überlassen haben, um herauszufinden, ob bestimmte Enzyme, Botenstoffe oder andere für das Nervensystem wichtige Eiweiße hier verändert sind. Aus solchen Erkenntnissen lassen sich Ansatzpunkte für neue Therapien der ALS gewinnen.
Weiterhin arbeiten wir mit einem sogenannten Tiermodell, d.h. genetisch veränderten Mäusen, die eine der menschlichen ALS sehr ähnliche Erkrankung entwickeln. In diesem Modell suchen wir ebenfalls nach Krankheitsursachen und testen Medikamente oder andere.

Behandlungsmöglichkeiten, die sich bei Erfolg dann eventuell in klinische Studien an ALS-Patienten weiterentwickeln lassen.
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer momentanen Forschung liegt in der Frage, inwieweit die Stammzelltherapie bei der ALS zukünftig eine sinnvolle und realistische Behandlung darstellen könnte. Zur Beantwortung dieser Frage sind allerdings vermutlich noch viele tierexperimentelle Studien erforderlich. Zudem entwickeln wir Verfahren zur Differenzierung von sogenannten induzierbaren pluripotenten Stammzellen, die aus Hautbiopsien von Patienten gewonnen werden können,  in motorische Nervenzellen, die dann als wertvolles Modell zur Analyse von Krankheitsursachen oder auch zur Wirksamkeit neuer Therapieansätze dienen können.
Neben dieser experimentelle Forschung im Labor sammeln wir auch Daten unserer Patienten in einer Datenbank, um mit Hilfe dieser Informationen besser zu verstehen, ob es krankheitsauslösende Faktoren gibt, die künftig therapeutisch nutzbar sein könnten oder was für die größtmögliche Zufriedenheit und Lebensqualität der Patienten wichtig ist und wie sich Begleitsymptome der ALS wie Atemschwäche oder Gewichtsverlust am besten behandeln lassen. Außerdem kooperieren wir mit anderen Forschungszentren, mit denen wir bildgebende Untersuchungen (v.a. mittels Kernspintomographie) und Studien zur Frage nach bisher nicht entdeckten genetischen Ursachen der ALS durchführen.
Wir nehmen an der nationale Registerstudie „MND-Net – Deutsches Netzwerk für Motoneuronerkrankungen“ teil, in der deutschlandweit klinische Daten und Biomaterialien gesammelt und analysiert werden, insbesondere interessiert uns hier die Weiterentwicklung elektrophysiologischer Biomarker.
In der Spezialambulanz für ALS und neuromuskuläre Erkrankungen betreuen wir Patienten mit ALS und anderen Motoneuronerkrankungen symptomorientiert und interdisziplinär, u.a. in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für  Pneumologie und Gastroenterologie. Bei der Beratung über Hilfsmittel, Reha-Maßnahmen oder Anträgen auf Einrichtung einer Pflegestufe unterstützt uns eine Sozialarbeiterin. Wir arbeiten auch eng mit der DGM (Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke) zusammen.
Außerdem nehmen wir an allen nationalen und internationalen klinischen Therapiestudien teil.

© 2014-2017 Jürgen Zöller

ALS@zoeller-juergen.de

Jürgen Zöller
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