Sascha

Ich habe die Ehre über Jürgen etwas schreiben zu dürfen aber wie schreibt man so etwas?
Da ich keine Ahnung habe, schreibe ich einfach mal los…ich kenne Jürgen jetzt seit 2010 und mittlerweile sehe ich ihn nicht mehr als Patient an sonder als Freund!
Jürgen war damals nicht mein erster ALS Patient und daher wusste ich ungefähr was auf mich zu kam. Mir wurde von der damaligen PDL mit auf den Weg gegeben dass er sehr pingelig ist und deshalb hatte ich anfangs keinen Lust nach Lustadt zu fahren!
Ich weiß noch genau wie ich damals dachte: „Wo bitte in der Welt liegt den Lust-Stadt! Leben da wirklich Menschen?“
Da ich aus dem wunderschönen Baden stamme überraschte es mich nicht, es konnte nur die Pfalz sein.smili

Naja kurzum ich bekam eine gute Einarbeitung und es stellte sich relativ schnell heraus das Jürgen und ich auf einer Wellenlänge lagen. Was mir als pingelig angekündigt wurde stellte sich als normales Grundbedürfnis heraus. Jürgen ist der ALS Patient der am wenigsten pingelig ist, es gibt natürlich Pflegkräfte denen jeder Handgriff zu viel ist.
Ich stehe mit der Pflegte auf Kriegsfuß und wollte schon öfters den Beruf wechseln, aber immer wieder kam ich zu Jürgen, mittlerweile war ich bei drei seiner Pflegedienste im Einsatz.
Ohne ihn hätte ich schon vor drei Jahren aufgehört aber Jürgen war während meiner Dienste immer mein Kollege weil wir Hand in Hand gearbeitet haben…ich war seine Arme und Beine und er das Gehirn, er wäre neben seinen 100 Meistertiteln auch eine super Pflegerkraft gewesen, ich glaub sogar dass er über Beatmung mehr weiß als ich. Wir konnten immer gut diskutieren wenn irgendeine pflegerische Maßnahme anstand aber ich konnte ihm immer 100%ig vertrauen. Niemand kennt seinen Körper so gut wie er selbst.
Das einzige Problem das wir hatten war, dass ich echt mies im Lippenlesen war…aber ich bin fest davon überzeugt dass es daran liegt dass Jürgen Pfälzisch babbelt.
Ich habe sehr viel für mein Leben gelernt beim Jürgen und wir haben sehr viel Sachen gemacht die rein gar nichts mit Pflege zu tun haben…wir haben viel wichtige Fussballspiele zusammen geschaut, ich habe Jürgen zum Serienjunkie gemacht und so vieles mehr.
Ich finde es auch wichtig Mutti Marianne hier zu erwähnen weil sie die wichtigste Ressource neben seiner Kraft in den Beinen ist. Danke an euch beide dass ihr mich so herzlich aufgenommen habt und da wirklich was tolles entstanden ist.
Ich hoffe sehr dass wir immer in enger Verbindung bleiben werden.
Ich wünsche euch alles erdenklich Gute usw. usw. usw.

Wir sehen uns
Peace und lieben Gruß usw. du weißt schon.

Sascha

Stephanie

Ich bin seit Juli 2012 bei Jürgen, er war mein erster Kunde, in meiner Freiberuflichkeit über eine Vermittlungsagentur. Die ersten Infos von der PDL, per Mail einen Komunikationsbogen und Tagesablauf, damit der erste Kontakt gelingt, schluck …… Ein sehr ausgefeilter Ablauf, mit vielen kleinen Feinheiten, dass wird ja „lustig“. Meine Divise, erst einmal ein eigenes Bild machen. Es gab sogar eine Einarbeitung von 3 h, ein Glück. Der erste Dienst geschafft und war gar nicht schlimm.
Seit dem komme ich sehr gerne regelmäßig zu Jürgen. Mir helfen seine konkreten Wünsche, um ohne viel zu fragen seine Wünsche erfüllen zu können. Die Arbeit ist anspruchsvoll, aber mir macht genau dies Spaß, ich habe es hier mit jemandem zu tun der am Leben teilnehmen möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten, mit klarem Kopf, der Wünsche und Ideen hat und diese auch äußert. Ich unterstütze gerne jede seiner Ideen, auch wenn es auf den ersten Blick mehr Arbeit macht, aber wir sind ja hier um sein Leben zu ermöglichen und nicht um so wenig wie möglich zu arbeiten in unserer Anwesenheit.
Auf hoffentlich noch einen langen gemeinsamen Weg.

Stephanie

Klaus

Ich habe mich von Beginn an bei Jürgen und seiner Mutter gut angenommen gefühlt. Nach einer Einarbeitung, bei der ich mich in der ersten Zeit etwas schwer tat, habe ich mir Praxis und Routine erarbeiten können.
Mir gefällt besonders, dass die Arbeitsschritte und damit der gesamte Arbeitsablauf klar strukturiert sind. Im Lauf der Zeit konnten Jürgen und ich ein freundschaftliches und auf gegenseitigem Respekt basierendes Verhältnis zueinander entwickeln. Und inzwischen ist mir Jürgen, wie auch seine Mutter, so ans Herz gewachsen, dass ich bedaure, dass unsere gemeinsame Zeit aufgrund einer beruflichen Veränderung bei mir nunmehr endet.

Ich habe viel dazu gelernt und danke allen Beteiligten für eine gelungene Zusammenarbeit und wünsche Jürgen und seiner Mutter noch viele gute Jahre.

Klaus

Frei

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